Liebe Geschwister, als ich gestern noch mal rasch zum Edeka gehe und an der Kasse anstehe, fällt mein Blick auf die Wochenendausgabe der Süddeutschen. Da heißt es in fetten Buchstaben: „Angeschlagen in den Herbst“ und darunter: „Die Sommerpause geht zu Ende, das Vertrauen in die Regierung ist auf einem Tiefpunkt. Nun muss sie Reformversprechen durchsetzen – auch gegen interne Widerstände:“ – So erbaulich geht es seit Wochen und Monaten in unseren Medien zu. Da freut man sich doch geradezu auf ein erholsames Wochenende. Ich lese in diesen Tagen und Wochen immer wieder solche Überschriften und Artikel in den Zeitungen, die ich lese:
- „Auf Konfrontationskurs gegen alle“ (Welt, 17.08.2026)
- „Was die Wähler der AfD wirklich treibt“ (Welt, 17.08.2026)
- „Wir stehen am Anfang eines größeren Krieges“ (WamS, 16.08.2026)
- „Linke Wahlkampfhilfe für die AfD“ (Merkur, 18.08.2026)
- „Das große Missverständnis der SPD“ (Merkur, 18.08.2026)
- „Berlin: Fahnder finden Waffendepot“ (Merkur, 22.08.2026)
- „Der gefährlichste Mann Deutschlands“ (Spiegel 14.08.2026)
- „Wie gefährlich ist er wirklich?“ (tz, 17.08.2026)
- „Europa graut es vor der AfD“ (tz, 21.08.2026)
- „Die Geisterbahnfahrt geht weiter“ (tz, 21.08.2026)
- „Schwarz-Rot droht ein neues Steuerdebakel!“ (BILD, 18.08.2026)
- „In der CDU herrscht Abstiegsangst“ (BILD, 21.08.2026)
- „Überlebt die SPD-Spitze diesen Herbst?“ (BILD, 22.08.2026)
Das sind Überschriften aus fünf verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften, die seit vergangenem Sonntag erschienen sind. Da ist man mit Köpfen unzufrieden. Und nach den Wahlen am 6. September in Sachsen-Anhalt könnte es sein, dass die Parteivorsitzenden der SPD stürzen. Es gibt Mutmaßungen Richtung CDU, was dann mit Merz passieren könnte. Ich lese die spannendsten Kommentare und Meldungen zu etwas mehr als drei Wochen Urlaub des Bundeskanzlers. Und das tagtäglich. Ich lese, was passiert, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt die Regierung übernimmt. Und die Gedanken in den Medien gehen schon viel weiter. Es wird Angst geschürt. Es wird Angst gemacht. Aber vor wem sollen wir eigentlich Angst haben? Was macht uns eigentlich Angst. Ist es wirklich diese eine Partei?
Ganz ehrlich? Aktuell habe ich viel mehr Angst vor den Parteien, die uns gerade regieren oder regieren wollen und daran scheitern, weil sie ihre Leute nicht hinter sich kriegen. Weil es ihnen nicht gelingt, an einem Strang zu ziehen und so schlussendlich unsere Demokratie gefährden, weil sie sich nicht einig werden können.
Ich höre all die Menschen, die nicht zufrieden sind mit der Situation in unserem Land und in unserer Welt. Und wie wir gehört haben, schüren die Medien das Ganze auch ordentlich. Denn es geht ja um Auflage.
Ich stelle mir die Frage, müssen wir nicht eigentlich Angst vor uns selbst haben? Müssen wir nicht Angst vor unserem Nächsten haben? Denn wer wählt die Menschen, die uns regieren? – Es sind die gleichen Menschen, die sich über die Menschen aufregen, die uns regieren.
Heute vor einer Woche habe ich in einer Sonntagszeitung einen Essay über das Verhältnis von Kirche und Demokratie und das Verhältnis Kirche und AfD gelesen.
Da ging es darum, was die AfD vorhat, wenn sie in Sachsen-Anhalt an die Regierung kommen sollte. Ich habe mir das Regierungsprogramm der AfD angeschaut. Dieses Programm hat insgesamt 17 Kapitel mit jeweils rund 20 Punkten. In zwei Kapiteln kommt das Verhältnis zur Kirche vor und was sie hier umsetzen wollen. Der Tenor ist die Ablösung der Staatsleistungen und die Kritik, dass die Kirchen die Sprachrohre links-grüner Politik seien. Die Katholische und die Evangelische Kirche werden als „Kirchensteuerkirchen“ bezeichnet. Dem setzen sie den Begriff des „Authentischen Christentums“ gegenüber. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Da will eine Partei wissen, was Christentum wirklich ist und erfindet auch noch mit dem „Authentischen Christentum“ einen ganz neuen Begriff.
Fundament
Als ich das gelesen habe, wurde mir bewusst, dass diese Partei nicht nur die mit den Parteien Unzufriedenen auf ihre Seite ziehen will, sondern auch die mit der Kirche Unzufriedenen an sich ziehen möchte, weil sie vorgeben zu wissen, was Christsein wirklich ist.
Die AfD fischt im Meer der Unzufriedenen. Und in welchem Meer fischen wir als Kirche? Fischen wir eigentlich noch oder drehen wir uns nur noch um unsere Struktur und Gebäude? Wäre es nicht viel wichtiger das Wagnis Glauben zu leben?
Zugegebenermaßen erwischt uns diese Partei an einer zentralen Schwachstelle. Wir predigen politisch. Unsere Kirchen publizieren Denkschriften – politische Denkschriften. Ich denke an den Brandbrief der Beauftragten der beiden Kirchen bei der Bundesregierung im vergangenen Jahr an die Abgeordneten im Bundestag, mit dem sie die Abgeordneten davon überzeugen wollten, gegen das Zustrombegrenzungsgesetz zu stimmen. Aber die Kirchen argumentierten auf den – ich glaube – sechs Seiten nur juristisch und mit keinem einzigen Wort theologisch. Wenn wir aber nicht mehr in der Lage sind, theologisch zu begründen, warum wir – um es mit Bonhoeffer zu sagen – dem Rad in die Speichen fallen wollen, verlieren wir unsere im besten Sinne des Wortes GLAUBwürdigkeit. Und damit mache ich mich überflüssigerweise angreifbar.
Einzig und allein aus dem Bekenntnis heraus entwickelt sich die politische Dimension unseres Glaubens. Denn unser Glaube hat genau diese Kraft und zu dieser Kraft dürfen wir stehen. Und genau diese Kraft dürfen wir einsetzen. Mit anderen Worten: Es geht nicht darum gegen die AfD oder alle anderen Parteien zu predigen oder gegen die Menschen, die diese Parteien wählen, sondern darum, das Evangelium ehrlich und lauter und mit allen Konsequenzen zu predigen und daraus ergibt sich dann alles andere gewissermaßen von ganz alleine, wenn ich diesen Glauben erst nehme und aus dem Bekenntnis das Handeln folgt. Und dieses bekennende Handeln – verspreche ich Euch – wird vielen Parteien nicht gefallen.
Puh! Jetzt habe ich aber einen langen Anlauf auf den Predigttext genommen. Aber ich glaube, dass Ihr gleich sehen werdet, warum, dieser Anlauf notwendig war. Aber jetzt lese ich Euch den jetzt mal einfach vor:
Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.
Nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe ich den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es ans Licht bringen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen.
Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.
Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören, denn der Tempel Gottes ist heilig – der seid ihr.
1. Korinther 3,9-17
Na, was geht Euch jetzt durch den Kopf, wenn Ihr nach diesem Vorlauf diesen Text hört und auf Euch wirken lasst?
Als ich am Anfang der Woche diesen Text gelesen habe, hatte ich keinen blassen Schimmer, wie ich diesen Text predigen sollte. Es wollte sich einfach kein guter Gedanke einstellen. Was mache ich damit? Was erzähle ich Euch? Womit kann ich euch Kraft geben? Womit kann ich Eure Resilienz bei den Widrigkeiten dieser Zeit stärken? Wie kann ich Euren, unseren gemeinsamen Glauben nutzbar machen? Wie kann ich Euer Zutrauen zu diesem Glauben stärken, so dass Ihr mit einem guten Gefühl wieder aus diesem Gottesdienst und dieser Kirche rausgeht und andere Menschen mit diesem guten Gefühl anstecken könnt?
Ganz ehrlich ich habe tagelang keine Idee gehabt. Und dann stehe ich am Freitagabend im Badezimmer vor dem Spiegel, putze mir die Zähne und mit einem Male weiß ich’s. Mit einem Male macht es Bing in meinem Kopf und ich sage: „Ja, genau das ist es!“
Mir fällt wieder ein, in welche Situation hinein Paulus diesen Brief geschrieben hat. Er schrieb diesen Brief an seine Gemeinde in Korinth, die er in besonderer Weise geliebt hat, mit der er eine ganz innige Beziehung hatte.
Was war passiert? Es gab in Korinth innergemeindliche Probleme, auf die Paulus mit diesem Brief eingeht. Und so wie es aussieht, waren diese Probleme – wie auch in unserer Zeit – hausgemacht. Es hatten sich in Korinth verschiedene Gruppen in der Gemeinde gebildet. Und dabei handelte es sich nicht um die Seniorengruppe oder die Friedensgruppe oder Kaffeegruppe oder Jugendgruppe. Nein, es waren Gruppierungen mit unterschiedlichen Auffassungen und unterschiedlichen Führern, an denen sich die unterschiedlichen Gruppen orientierten. Paulus schreibt:
Denn es ist mir bekannt geworden über euch, meine Brüder und Schwestern, durch die Leute der Chloë, dass Streit unter euch ist.
Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der Dritte: Ich zu Kephas, der Vierte: Ich zu Christus.
1. Korinther 1,11-12
Es waren also gewissermaßen Parteien mit Parteiführern in der Gemeinde entstanden. Und was heißt Partei? Das Wort stammt aus dem Lateinischen von pars/partis und das bedeutet Teil. Parteien sind immer nur ein Teil des Ganzen und ein Teil kann nie das Ganze abbilden, sondern immer nur ein Teil des Ganzen sein. Paulus aber geht es nicht um einen Teil oder einzelne Teile, sondern es geht ihm ums Ganze.
Und plötzlich, mit all dem, was ich die letzten Tage und Wochen immer wieder in den Zeitungen gelesen habe, erkenne ich, wie brandaktuell dieser Predigttext ist.
Paulus sagt:
Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
Jesus Christus ist das Fundament. Und hierbei handelt es sich nicht um das Fundament einer Brandmauer, auch wenn sicherlich viele, damals zu Jesu Zeiten eine Brandmauer zum Beispiel zu den Pharisäern oder zu anderen Gruppen in der Gesellschaft gewünscht hätten. Von Jesus können wir aber etwas anderes lernen. Jesus hat diese Menschen nicht ausgeschlossen. Jesus hat diese Menschen verdammt ernst genommen und sich dabei auch in Gefahr begeben. Jesus ist auf diese Menschen zugegangen und hat ihnen erklärt, warum das, was sie tun auf der Basis dessen, was sie glauben, nicht das Richtige ist. Und genau aus diesen Geschichten, den Gesprächen mit Pharisäern, Schriftgelehrten, Sündern und Ausgestoßenen lernen wir auch heute noch am meisten und besten, was Jesus Christus wichtig war. Diese Gespräche bilden das Grundgerüst christlicher Ethik und christlichen Handelns.
Haltung
Paulus sagt auch:
Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.
Wir, so wie wir hier heute zusammengekommen sind, sind Gottes Mitarbeiter. Dieser Gottesdienst ist gewissermaßen eine Mitarbeiterversammlung derer, die in der Nachfolge Jesus Christi leben. Und in der Nachfolge Jesu Christi zu leben, bedeutet, auf diesem Fundament aufzubauen. Gut und gründlich, mit guten und haltbaren Materialen zu bauen. Auch das ist unser Job. Nicht umsonst listet Paulus hier geeignete und weniger geeignete Baumaterialen auf:
Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es ans Licht bringen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen.
Und es reicht nicht, einfach ein Haus hinzustellen, sondern das Haus muss auch gepflegt und gewartet werden. Was das bedeutet, konnten wir dieser Tage im Rahmen einer Schimmelsanierung im Gemeindehaus der Kreuzkirche erleben. Wenn man nicht will, dass ein Haus zerbröselt, muss man etwas tun. Und so ist es auch mit dem Haus des Glaubens.
Und Paulus legt hier noch einmal eine Schippe drauf:
Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?
Wir gemeinsam sind Gottes Tempel. Paulus wollte nicht, dass die Gemeinde auseinanderfällt. Wir erleben heute hautnah, was es bedeutet, wenn sich die Gesellschaft, in der wir leben aufspaltet. Und so sagt Paulus seinen Korinthern nichts anderes als:
Ihr seid nicht verschiedene Häuser.
Ihr seid nicht verschiedene Parteien.
Ihr seid nicht verschiedene Tempel.
Ihr seid gemeinsam Gottes Tempel.
Wir sind gemeinsam Gottes Tempel, in dem der Geist Gottes wohnt. Und dieser Geist eint uns. Dieser Geist lässt uns gut und im Frieden miteinander leben. Und damit tragen wir miteinander das, was man christliche Verantwortung nennt, die im Doppelgebot der Liebe mündet. Diese Liebe eint uns bei aller Verschiedenheit. Denn das Gegenteil von Gottes Tempel ist nicht der Andersdenkende, sondern die Spaltung.
Wenn wir Gottes Tempel sind, dann bedeutet das nicht Harmonie um jeden Preis. Die Liebe, von der Paulus spricht, ist keine Gleichgültigkeit. Sie schaut nicht weg, wenn Menschen herabgewürdigt werden, wenn Wahrheit verdunkelt oder Menschen gegeneinander aufgebracht werden. Gerade weil Gottes Geist unter uns wohnt, sind wir gerufen, Verantwortung zu übernehmen und dem Unrecht nicht aus dem Weg zu gehen. Dietrich Bonhoeffer hat dafür das starke Bild gefunden, „dem Rad in die Speichen zu fallen“. Das ist unser Auftrag als Christinnen und Christen: nicht Menschen zu bekämpfen, sondern allem entgegenzutreten, was Menschen zerstört und Gemeinschaft spaltet. Und dieser Auftrag gilt nicht den einen oder den anderen, sondern allen gegenüber – jeder Partei, jeder Ideologie und auch uns selbst. Wir predigen also nicht Politik, sondern wir predigen unseren Glauben und das, was aus unserem Glauben folgt. Und dieser Glaube, der hat eine politische Dimension, die er entfalten darf, kann und muss. Und das hat Konsequenzen. Das ist das, was Paulus sehr, sehr deutlich sagt. Glaube hat Konsequenzen. Und er sagt, dass unser Fundament etwas ist, das uns trägt. Ein Fundament verbindet und trennt nicht. Ein Fundament verleiht Festigkeit und Standhaftigkeit.
Zukunft
Wenn ich auf der Kanzel stehe und predigte gegen Parteien, dann predige ich auch gegen uns selbst, dann beteilige ich mich an der Spaltung und mache mich der Spaltung schuldig. Dann schließe ich Menschen aus. Dann grenze ich Menschen aus, auf die Jesus Christus zugegangen wäre, um sie mit auf seinen Weg zu nehmen, um bei ihnen eine Metanoia zu bewirken, eine Umkehr des Denkens, Wollens und Lebens, eine Umkehr, die im Glauben an Jesus Christus geschieht und so eines neuen Sinnes zu werden.
Vielleicht ist das unsere größte Versuchung in diesen Tagen: zu glauben, die Zukunft unseres Landes hinge vor allem von den richtigen Parteien, den richtigen Programmen oder den richtigen Personen ab.
Paulus erinnert uns an etwas anderes.
Er fragt nicht zuerst: Wer hat recht?
Er fragt: Worauf baut ihr?
Denn Häuser stürzen nicht zuerst wegen eines Sturmes ein. Sie stürzen ein, weil das Fundament nicht trägt.
Darum müssen wir uns nicht von Angst treiben lassen. Nicht von der Angst vor Parteien. Nicht von der Angst vor gesellschaftlichen Entwicklungen. Nicht einmal von der Angst vor der Zukunft.
Angst hat noch nie eine Gesellschaft aufgebaut. Angst hat noch nie einen Menschen geheilt. Angst hat noch nie Glauben hervorgebracht.
Unser Fundament heißt Jesus Christus.
Und wer auf diesem Fundament steht, der kann aufrecht bleiben, auch wenn die Zeiten stürmisch werden.
Wir können zuhören, statt zu schreien.
Wir können widersprechen, statt zu verachten.
Wir können Haltung zeigen, statt Menschen abzuschreiben.
Wir können Hoffnung säen, statt Angst zu vermehren.
Vielleicht werden wir damit nicht die ganze Welt verändern. Aber wir können unseren Teil dazu beitragen, dass diese Gesellschaft nicht auseinanderbricht.
Gott braucht nicht zuerst große Programme. Gott braucht Menschen, die anfangen. Menschen, die ihren Glauben leben. Menschen, die ihren Nachbarn sehen. Menschen, die Frieden stiften. Menschen, die den Mut haben, auf Christus zu vertrauen.
Denn wir glauben an den Gott, der geknickte Rohre nicht zerbricht. Wir glauben an den Gott, der Verlorenes sucht. Wir glauben an den Gott, der Leben hervorbringt, wo andere nur noch Niedergang sehen.
Darum gehen wir nicht mutlos in die Zukunft. Wir gehen als Menschen, die ein Fundament haben. Und dieses Fundament trägt. Heute. Morgen. Und auch dann noch, wenn die Schlagzeilen von heute längst vergessen sind.
Und wenn sich in Anlehnung an das Evangelium dieses Sonntags jetzt noch jemand die Frage stellen sollte, was uns hörend und sprechend macht? Ist die Antwort des Evangeliums ganz einfach: Jesus Christus.
Amen.
Pfarrer Martin Dubberke
Predigt am 12. Sonntag nach Trinitatis 2026 (23. August 2026) über 1. Korinther 3, 9-17 (Perikopenordnung II) in der Kreuzkirche und St. Markus München
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