Martin Dubberke | Pfarrer

Jahreswechsel

„Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.“

So steht es im Psalm 103 Vers 8, der der Leitvers für den Altjahrsabend – also Silvester – ist. Ein schöner Vers, um noch einmal auf das stürmisch zu Ende rasende Jahr zurückzuschauen und mit Gott gemeinsam zu erkunden, wo einem in diesem Jahr Gottes Barmherzigkeit zu Teil geworden ist. Nebenbei gesagt, auch mal ein schönes Gesprächsthema am Silvesterabend, wenn man bei Heringssalat, Feuerzangenbowle, Würstchen und Kartoffelsalat, Pfannkuchen und Glühwein, Raclette oder alkoholfreiem Bier zusammensitzt…

Ja, ich weiß, das Jammern und Klagen über manches Leid und manche Politiker mag uns leichter fallen, aber ein Jahr mit Dankbarkeit zu beenden, ist doch ein guter Start ins neue Jahr.

Und mal ehrlich: Ist es nicht auch ein Ausdruck von Geduld und Güte mit uns Menschen, dass uns in diesem Jahr die Welt nicht komplett um die Ohren geflogen ist? – Wenn wir das als barmherzige, gnädige und gütige Geduld Gottes verstehen und bewusst werden lassen, kann uns bewusst werden, was Gott von uns als Antwort erwartet. Und noch einmal ehrlich: Wenn wir dann auch noch einen Blick auf den Leitvers für Neujahr aus dem Brief an die Hebräer – Kapitel 13, Vers 8 – werfen, also:

„Jesus Christus gestern und heute und derselbe in Ewigkeit“

müssen wir doch schmunzeln. Dann wissen wir, wer uns auch im neuen Jahr wieder stärkend im Rücken stehen wird.

In diesen Sinne wünsche ich Ihnen, Dir, Euch ein gesegnetes neues Jahr.