Curriculum Vitae

 

Mein Name ist Martin Dubberke. Ich bin Pfarrer.

Zum Ende meines Vikariats war der Übergang in die Entsendung kein selbstverständlicher Automatismus mehr. Die finanzielle Situation meiner Landeskirche lud dazu ein, als Theologe neue Wege zu gehen.

Diese Einladung nahm ich an und ging nicht in den klassischen Gemeindedienst, sondern in die Welt. Und so habe ich mir ein berufliches Umfeld geschaffen, in dem ich meine Kompetenzen und Gaben als Theologe, Prediger, Seelsorger, Lehrer und Manager am besten einbringen kann. Dieser Weg führte mich in die Diakonie und schließlich zu meiner Ordination am 25. September 2016. Am 1. November 2016 wurde ich dann Pfarrer im Ehrenamt in der Evangelischen Königin-Luise-Silas-Gemeinde, wo ich zuvor schon seit mehr als zwanzig Jahren einen Predigtauftrag hatte.

Seit 1. Januar 2018 bin ich Leiter der Stabsstelle Diakonie und Theologie beim Landesausschuss für Innere Mission – kurz LAFIM. Hier war ich zuvor vom 1. September 2009 bis zum 31. Dezember 2017 Referent für Öffentlichkeitsarbeit. Der LAFIM bietet mit seinen 3432 Mitarbeitenden ein vielfältiges Leistungsangebot in den Bereichen Dienste für junge Menschen, Dienste für Menschen im Alter und Dienste für Menschen mit Behinderungen. Die LAFIM-Gruppe ist im Bereich der öffentlichen und gemeinnützigen Unternehmen der drittgrößte Arbeitgeber in Brandenburg.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 wurde ich zum Geschäftsführer der Erinnerungs- und Begegnungsstätte Bonhoeffer-Haus berufen. Es ist das Haus von Karl und Paula Bonhoeffer, in dem Dietrich Bonhoeffer von 1935 bis zur seiner Verhaftung durch die GESTAPO am 5. April 1943 gewohnt hat. Hier hat er weite Teile seiner Ethik geschrieben. Ins Bonhoeffer-Haus kommen Menschen aus aller Welt zu Besuch, die Interesse an seinem Leben und seiner Theologie haben. Hatten wir im Jahr 2015 mehr als 1200 Besucher, so sind es in diesem Jahr schon mehr als 2500.

1964 in Berlin geboren, wuchs ich im alten West-Berlin auf. Auf den Tag genau zwanzig Jahre nach meiner Taufe wurde ich 1985 an der Kirchlichen Hochschule in Berlin als Student der Evangelischen Theologie immatrikuliert. Hier studierte ich die ersten Jahre, bevor ich 1988 an die Universität Basel wechselte und ab der Wendezeit an der Humboldt-Universität zu Berlin mein Theologiestudium zu Ende führte. Während meines Studiums habe ich als Religionslehrer und in der Krankenhausseelsorge gearbeitet. Im Januar 2006 habe ich geheiratet. Im April des gleichen Jahres kamen meine beiden Söhne zur Welt.

Annähernd sieben Jahre war ich in der Evangelischen Medienwirtschaft tätig. Ab 2004 war ich Verkaufsleiter der m-public Medien Services GmbH. Die m-public gehört zu den führenden Vermarktern in der christlichen Werbelandschaft. Die m-public ist eine Tochter des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) gemeinnützige GmbH in Frankfurt am Main.

Beim Verkaufen kommen Bedürfnisklärung und Überzeugungsfähigkeit mit Persönlichkeit zusammen. In der m-public konnte ich erfolgreich meine seelsorgerlichen und missionarischen Kompetenzen einbringen.

Die m-public ging 2004 aus dem Bereich Kirche, Diakonie, Soziales der Radio Paradiso Media Marketing GmbH hervor. Hier war ich von April 2003 bis Oktober 2004 als Produktmanager und Mediaberater verantwortlich für den Bereich Kirche-Diakonie-Soziales. Im Printbereich betreute ich u.a. folgende Produkte: die Kirche, chrismon, epd-film.

Im Jahr 2003 habe ich die Zusatzqualifikation als EU-Projektmanager erworben.

Im September 2000 habe ich mit zwei Kollegen zusammen das Berliner Zentrum für Gewaltprävention (BZfG) e.V. gegründet, in dessen Vorstand ich bin. Im BZfG arbeiten heute ein Dutzend Trainerinnen und Berater.

Vom Januar bis Dezember 2000 habe ich im Rahmen eines EU-Projekts auch mit Einrichtungen der Anti-Gewalt-Arbeit in London (UK) und Cork (IRL) sowie der University of North London zusammengearbeitet. Darüber hinaus habe ich im Jahr 2000 in Rumänien – ebenfalls im Rahmen eines europäischen Projekts – während des internationalen Artemis-Kongresses mehrere Workshops zum Thema Arbeit mit gewalttätigen Männern durchgeführt.

Von 1998 bis 2002 war ich Landesbeauftragter der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg für die Arbeit mit Männern. Von 1995 bis 2002 war ich Mitglied der Redaktion des Werkhefts für den Männersonntag, das von der Männerarbeit der EKD herausgegeben wird. Ab 1999 war ich auch Mitglied des Beirats für Theologie und Gesellschaft der Männerarbeit der EKD in Kassel. Hier gehörte ich auch zum Planungsstab, der den 2. Internationalen Männerkongreß der EKD „Männerstimmen“ 2001 in Berlin vorbereitet hat.

Vom Mai 1997 bis August 2000 war ich Wissenschaftlicher Leiter der Mannege – Information und Beratung für Männer in Berlin. Mein inhaltlicher Schwerpunkt war hier die Arbeit mit gewalttätigen Männern. Seitdem bin ich zu diesem Thema ein bundesweit gefragter Referent. 1997 veröffentlichte die Männerarbeit mein Buch „Mann Macht Gewalt und christlicher Bußgedanke im Kontext“. Im März 2001 erschien im Wissenschaftlichen Verlag Berlin mit „Täterarbeit – Programm zur Arbeit mit gewalttätigen Männern“ ein weiteres Buch, an dem ich mitgearbeitet habe. Hinzu kommen zahlreiche Veröffentlichungen von Essays, Arbeitshilfen und Artikeln in Fachzeitschriften. Seit 1996 war ich schon als Freier Mitarbeiter in der Mannege tätig.

Die ersten Kontakte zur Mannege hatte ich schon im Rahmen meines Spezialvikariats geknüpft. Mein Vikariat absolvierte ich von 1993 bis 1994 in der Schöneberger Silas-Gemeinde, wo ich heute einen Predigtauftrag habe, sowie von 1994 bis 1995 in der Mannege – Information und Beratung für Männer sowie der Männerarbeit der EKiBB und dem Evangelischen Bildungswerk von 1995 bis 1996. Der rote Faden, der diese Stationen miteinander verband, war das Thema Mann.

Berufstätigkeit

Berufliches Leben

  • 2004-2008 Zweiter Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Seemannsmission Mitteldeutscher Zweig
  • 2005-2006 Mitglied des Beirats für Fundraising des Diakonischen Werkes Berlin, Brandenburg, schlesische Oberlausitz e.V. und der Evangelischen Kirche in Berlin, Brandenburg und schlesische Oberlausitz
  • 1999-2003 Berufung in den Beirat für Theologie und Gesellschaft der Männerarbeit der EKD in Kassel
  • 1995-2002 Redaktionsmitglied beim „Werkheft zum Männersonntag – Material zum Jahresthema“
  • 1990-1991 befristete Berufung als Religionslehrer an die Südgrundschule in Berlin-Zehlendorf
  • 1989-1993 Sommer- und Urlaubsvertretung des Evangelischen Krankenhausseelsorgers sowie Predigtauftrag im katholischen St. Gertraudenkrankenhaus in Berlin

Fortbildung

  • 2008 Erfolgreiche Mailings, Akademie des Deutschen Buchhandels
  • 2002/2003 Fortbildung zum EU-Projektmanager im Haus der Technik, Berlin (Außeninstitut der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen) Abschluß 21. März 2003
  • 2002/2003 Redaktionspraktika bei 98.2 Radio Paradiso in Berlin & Radio M in Stuttgart

Vikariat

  • 1997 Ausbildungsabschluss: 2. Theologisches Examen
  • 1996 Pfarrvakanz in der Evangelischen Silas-Gemeinde während der Überleitung der Gemeinde in einen Pfarrsprengel mit der Königin-Luise-Gedächtnis-Gemeinde
  • 1995-1996 Evangelisches Bildungswerk, Berlin-Brandenburg – Wissenschaftliche Abschlussarbeit: Mann-Sein, ein Seminar für Männer, die eine Männergruppe gründen wollen, bereits damit begonnen haben oder schon länger leiten (Erwerb der Fakultas für Religion)
  • 1994-1995 Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg. Wissenschaftliche Abschlussarbeit: Zur Notwendigkeit spezifischer Beratung gewalttätiger Männer in der Evangelischen Kirche
  • 1993-1994 Evangelische Silas-Gemeinde, Berlin-Schöneberg. Schwerpunkte: Anti-Drogen-Arbeit, Familie und Alter im Kiez, Arbeitslosigkeit

Studium

  • 1993 Studienabschluss: 1. Theologisches Examen. Wissenschaftliche Hausarbeit: Das Verständnis des Menschen in der älteren und jüngeren Weisheit. Ein Vergleich anhand des Begriffs „bbl / bl“ in Proverbia 1-9 und 10-22,16
  • 1990-1993 Studium der Evangelischen Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • 1989-1993 Studium der Evangelischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule Berlin
  • 1988-1989 Studium der Evangelischen Theologie an der Universität Basel (Schweiz)
  • 1985-1988 Studium der Evangelischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule in Berlin